Gjallarbrú: Unterschied zwischen den Versionen

Aus AnthroWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
 
Zeile 1: Zeile 1:
'''Gjallarbrú''' (altwestnordisch: die „Brücke über den Jenseitsfluss [[Gjöll]]“), die '''Gjallar-Brücke''', ist ein Ort der [[Wikipedia:Nordische Mythologie|nordischen Mythologie]] am Rande der [[Unterwelt]] [[Hel]].  
+
'''Gjallarbrú''' (altwestnordisch: die „Brücke über den Jenseitsfluss [[Gjöll]]“), die '''Gjallar-Brücke''', ist ein Ort der [[Wikipedia:Nordische Mythologie|nordischen Mythologie]] am Rande der [[Unterwelt]] [[Hel]]. Sie ist vergleichbar der [[Cinvat-Brücke]] der [[Wikipedia:Persische Mythologie|persischen Mythologie]].
  
 
[[Wikipedia:Snorri Sturluson|Snorri Sturluson]] beschreibt in [[Wikipedia:Gylfaginning|Gylfaginning]], dass die Brücke mit leuchtendem Gold gedeckt ist. Oft wird sie auch als [[Regenbogen]] vorgestellt. Sie wird von der Magd [[Modgudr]] (Móðguðr) bewacht. [[Balder|Balders]] Bruder [[Hermodr]] (Hermóðr) reitet über die Brücke auf [[Odin|Odins]] Pferd [[Sleipnir]], um die Herausgabe Balders von der Unterweltgöttin Hel zu verlangen:
 
[[Wikipedia:Snorri Sturluson|Snorri Sturluson]] beschreibt in [[Wikipedia:Gylfaginning|Gylfaginning]], dass die Brücke mit leuchtendem Gold gedeckt ist. Oft wird sie auch als [[Regenbogen]] vorgestellt. Sie wird von der Magd [[Modgudr]] (Móðguðr) bewacht. [[Balder|Balders]] Bruder [[Hermodr]] (Hermóðr) reitet über die Brücke auf [[Odin|Odins]] Pferd [[Sleipnir]], um die Herausgabe Balders von der Unterweltgöttin Hel zu verlangen:

Aktuelle Version vom 1. Juni 2015, 07:44 Uhr

Gjallarbrú (altwestnordisch: die „Brücke über den Jenseitsfluss Gjöll“), die Gjallar-Brücke, ist ein Ort der nordischen Mythologie am Rande der Unterwelt Hel. Sie ist vergleichbar der Cinvat-Brücke der persischen Mythologie.

Snorri Sturluson beschreibt in Gylfaginning, dass die Brücke mit leuchtendem Gold gedeckt ist. Oft wird sie auch als Regenbogen vorgestellt. Sie wird von der Magd Modgudr (Móðguðr) bewacht. Balders Bruder Hermodr (Hermóðr) reitet über die Brücke auf Odins Pferd Sleipnir, um die Herausgabe Balders von der Unterweltgöttin Hel zu verlangen:

Aber von Hermod ist zu erzählen, daß er neun Nächte lang durch dunkle und tiefe Täler ritt, so daß er nichts sah, bis er zu dem Fluß Gjöll kam und auf die Gjöllbrücke ritt. Sie ist mit leuchtendem Gold gedeckt. Modgud wird die Jungfrau genannt, die die Brücke bewacht. Sie fragte ihn nach seinem Namen und nach seiner Herkunft und sagte, am Tag vorher seien fünf Scharen toter Männer über die Brücke geritten.
Snorri Sturluson. Glyfis Täuschung (in der Übertragung von Arnulf Krause)

Die Brücke wird erstmals im 13. Jahrhundert schriftlich erwähnt. Umstritten ist daher, ob die Jenseitsbrücke wirklich Teil der heidnisch-germanischen Mythologie war.


Dieser Artikel basiert (teilweise) auf dem Artikel Gjallarbrú aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.