Gjallarbrú: Unterschied zwischen den Versionen

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:''Aber von Hermod ist zu erzählen, daß er neun Nächte lang durch dunkle und tiefe Täler ritt, so daß er nichts sah, bis er zu dem Fluß Gjöll kam und auf die Gjöllbrücke ritt. Sie ist mit leuchtendem Gold gedeckt. Modgud wird die Jungfrau genannt, die die Brücke bewacht. Sie fragte ihn nach seinem Namen und nach seiner Herkunft und sagte, am Tag vorher seien fünf Scharen toter Männer über die Brücke geritten.''
 
:''Aber von Hermod ist zu erzählen, daß er neun Nächte lang durch dunkle und tiefe Täler ritt, so daß er nichts sah, bis er zu dem Fluß Gjöll kam und auf die Gjöllbrücke ritt. Sie ist mit leuchtendem Gold gedeckt. Modgud wird die Jungfrau genannt, die die Brücke bewacht. Sie fragte ihn nach seinem Namen und nach seiner Herkunft und sagte, am Tag vorher seien fünf Scharen toter Männer über die Brücke geritten.''

Version vom 31. März 2007, 21:16 Uhr

Gjallarbrú (altwestnordisch: die „Brücke über den Jenseitsfluss Gjöll“), die Gjallar-Brücke, ist ein Ort der nordischen Mythologie am Rande der Unterwelt Hel.

Snorri Sturluson beschreibt in Gylfaginning, dass die Brücke mit leuchtendem Gold gedeckt ist. Sie wird von der Magd Modgudr (Móðguðr) bewacht. Balders Bruder Hermodr (Hermóðr) reitet über die Brücke auf Odins Pferd Sleipnir, um die Herausgabe Balders von der Unterweltgöttin Hel zu verlangen:

Aber von Hermod ist zu erzählen, daß er neun Nächte lang durch dunkle und tiefe Täler ritt, so daß er nichts sah, bis er zu dem Fluß Gjöll kam und auf die Gjöllbrücke ritt. Sie ist mit leuchtendem Gold gedeckt. Modgud wird die Jungfrau genannt, die die Brücke bewacht. Sie fragte ihn nach seinem Namen und nach seiner Herkunft und sagte, am Tag vorher seien fünf Scharen toter Männer über die Brücke geritten.
Snorri Sturluson. Glyfis Täuschung (in der Übertragung von Arnulf Krause)

Die Brücke wird erstmals im 13. Jahrhundert schriftlich erwähnt. Umstritten ist daher, ob die Jenseitsbrücke wirklich Teil der heidnisch-germanischen Mythologie war.


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